Die Bahnstadt mit Leben füllen

... dies war der Auftrag dieser Seite und das ist durchaus gelungen. Viele Kontakte konnten geknüpft werden und viel Information wurde ausgetauscht. Der Stadtteilverein hat nun viele Aufgaben übernommen wie Kontaktpflege, aktuelle Information, Wahrung von Anwohnerinteressen z.B. bei Hundelärm oder auch den Bahnstadt-Stammtisch am 1. und 3 Montag im Monat, 20 Uhr Bahnstadttreff.

 

Noch offen sind aber viele Baustellen in der Bahnstadt

- noch immer warten die Bahnstädter auf ihren ersten Bäcker. Versprochen war er einst für den Sommer 2012. Stattdessen ist nun die Sparkasse der erste Laden in der Bahnstadt, für 400 Einwohner wohl einer eine Statusfrage der Sparkasse als betriebswirtschaftliches Kalkül. Ansonsten gibt es Durchhalteparolen von wegen, die Bahnstadtbewohner könnten nun früher die Bahnstadt nutzen (was nicht stimmt, der erste Bauabschnitt war immer für 2012 vorgesehen, nur der zweite wird nun vorgezogen) und da müsse man halt nun so manche Einschränkung hinnehmen

- die Wegeanbindung ist eine Zumutung. Das Pfaffengrunder Feld ist nur im Bereich Schwetzinger Terrasse zugänglich. Im weiteren Bereich der Bahnstadt müssen noch heute Bauzäune umgegangen oder überwunden werden, auch wenn es gar keine Baustelle ist, wie z.B. die westliche Pfaffengrunder Terrassee.

- die Amerikaner ziehen bereits 2013 ab. Doch bis heute ist unklar wann und wo die Zäune fallen, die die Bahnstadt derzeit noch sehr von der restlichen Stadt abschneiden. Auch sonst wurden Initiativen zur Schaffung direkter Wegeverbindungen zur Straßenbahn oder zu Aldi und zum Bäcker, sei es über das Telekomareal oder provisorisch über das Areal der Fa. Oswald oder nun über das freie Areal Jesus World/Hinter Aldi, von Stadt und EGH nur ausweichend beantwortet

- die Busanbindung wurde zunächst ganz vergessen, dann notdürftig über einen Regionalbus ins Neuenheimer Feld hergstellt. Für die Stadtbuslinie soll es selbst nach Beschluss des Gemeinderats fast ein Dreivierteljahr dauern. Nicht besser sieht es bei der Radanbindung aus. Die Fahrradwege am Czenryring und auch der Speyerer Straße sind durchweg zu schmal und gesetzlich so gar nicht mehr zulässig, eben Relikt der autogerechten Stadt, bei der man ungebremst um die Kurve rauschen kann und man Radfahrer und Fußgäner ins Abseits drängt. Aber auch das Autofahren ist dank zu vieler und falsch geschalteten Ampeln trotz viel Fläche kein Vergnügen

- die Bahnstadt wird noch teurer. Der Gutachterausschuss hat einen mittleren Quadratmeterpreis von 3.380 €/qm für Eigentumswohnungen ermittelt. Tendenz eher steigend. Bislang ist nur ein einziges Baufeld für eine Baugemeinschaft vorgesehen. Und trotzdem soll die Bahnstadt für den Heidelberger Steuerzahler ein zweistelliges Millionendefizit bringen. Dinge, die einfach nicht zusammenpassen